Umgang mit aktuellen Waldschäden
Die Hitze dieses Sommers und die Trockenheit der letzten Monate haben die Wasserverfügbarkeit für die Bäume stark reduziert. In vielen Regionen zeigen sich bereits deutliche Waldschäden: welke oder vergilbte Blätter, Laubverlust, Astabbrüche oder abgebrochene Baumkronen. Besonders betroffen ist die Buche, die häufigste Baumart im Kanton Solothurn.
Für Waldbesuchende besteht aktuell eine generell erhöhte Gefahr durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume. Schäden an Bäumen sind nicht immer von aussen erkennbar. Auch grüne Äste oder Kronenteile können plötzlich abbrechen. Deshalb gilt: Aktivitäten im Wald mit erhöhter Vorsicht ausüben und Aufenthalte unter geschädigten Bäumen möglichst kurz halten.
Eigentümerinnen und Eigentümer von Einrichtungen im Wald, zum Beispiel Rastplätzen, Waldhütten, Vitaparcours oder ähnlichen Anlagen, werden gebeten, die umliegenden Bäume regelmässig visuell zu kontrollieren. Bei festgestellten Risiken sollen zusammen mit dem zuständigen Revierförster geeignete Massnahmen geprüft und umgesetzt werden.
Bei Erholungseinrichtungen kann eine vorübergehende Sperrung angezeigt sein, wenn im Umkreis von etwa einer Baumlänge dürre Bäume oder gefährliche Äste festgestellt werden. Sämtliche Massnahmen, Kontrollen und Entscheide sollten dokumentiert und begründet werden.
Das Fällen dürrer oder geschädigter Bäume ist anspruchsvoll und gefährlich. Solche Arbeiten dürfen nur durch Fachpersonen ausgeführt werden. Die Sicherheit der Forstarbeitenden hat bei allen Massnahmen oberste Priorität.
Auch Veranstalterinnen und Veranstalter von Anlässen im Wald sind verpflichtet, für die Sicherheit der Teilnehmenden zu sorgen. Dies gilt ebenfalls für Wege und Waldstrassen, die zur Veranstaltung führen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den zuständigen Revierförster oder an das Amt für Wald, Jagd und Fischerei, Abteilung Wald, Telefon 032 627 23 41.